Satis Tipps

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(21.11.02)


Tipp-Bereich 1: Arbeitsplatz PC: Raumgestaltung, PC-Ausstattung (G 06-12)
Tipp-Gruppe 7: PC Ausstattung : Hardware (1)

Tipp 07-2 : PC: Tipps zu den technischen Daten des PC

Kurz-Info

Wer gemäß Tipp 7-1 seinen PC bei "ALDI" o.ä. kauft, kann sich in der Regel sicher sein, dass der Rechner eine vernünftige und aktuelle technische Ausstattung enthält; man braucht sich dann zu diesem Thema keine Gedanken mehr zu machen.
Obwohl sich die technischen Anforderungen innerhalb von kurzer Zeit ständig ändern, d.h. in der Regel erhöhen, möchten wir dennoch einige Hinweise geben, auf welche Ausstattungsmerkmale man besonders achten sollte.
Nachfolgend benennen wir die technischen Komponenten, auf die es beim PC besonders ankommt und die zugehörigen technischen Daten, die heute (November 2002) aktuell sind.

0. Ein allgemeiner Gesichtspunkt: Das Neueste kaufen?

Grundsätzlich ist für den PC eine möglichst hohe Rechnerleistung wichtig: Da Sehbehinderte ihren PC in vielen Fällen durch Hintergrundprogramme wie Screen Reader, Sprachausgabe, Großschriftprogramme usw. zusätzlich belasten. Bei einem zu langsamen PC könnte z.B. die Gleichzeitigkeit von Tastatureingabe, Sprache und Bildschirminhalt eingeschränkt sein.
Andererseits sind aber die jeweils neuesten technischen Leistungen eines PC nur zu unverhältnismäßig hohen Preisen erhältlich und möglicherweise noch nicht ganz ausgereift.
Zwischen diesen beiden Gesichtspunkten muss man einen Kompromiss finden.

1. Prozessor

Die wichtigsten Hersteller von Prozessoren sind AMD und INTEL. Beide sind gleichermaßen geeignet, um das Betriebssystem "Windows" und alle gängige Software, auch die für Sehbehinderte zu nutzen. Preiswerter und darüber hinaus leistungsfähiger sind in der Regel die AMD-Prozessoren.
Das wichtigste technische Merkmal des Prozessors ist die Taktfrequenz, die im Wesentlichen die Rechnergeschwindigkeit bestimmt. Standardmäßig liegt diese heute bei 2 Gigahertz und höher.

2. Hauptspeicher

Der mit dem System verbundene (schnelle) Speicher sollte heute eine Kapazität von 512 Megabyte "RAM" haben, andernfalls kann die Rechnergeschwindigkeit trotz hoher Taktfrequenz stark nachlassen, wenn viele Prozesse gleichzeitig ablaufen.

3. Festplatte

Die Festplatte enthält eine viel größere Speicherkapazität als der Hauptspeicher, jedoch mit langsamerer Zugriffszeit. Standardwerte für die Kapazität der Festplatte sind heutzutage 40 Gigabyte. Da die Betriebssysteme immer komplexer werden und sehbehindertenspezifische Zusatzprogramme einigen Platz benötigen, sollte man an dieser Stelle nicht sparen.
Das Lesen und Schreiben auf externen Speichermedien erfolgt von der Bedienung her völlig wie das Speichern auf der Festplatte, nur gibt es einen anderen Laufwerksbuchstaben.

4. Diskettenlaufwerk

Die handelsüblichen 3,5-Zoll Disketten mit einer Speicherkapazität von 1,44 Megabyte verlieren heute zunehmend an Bedeutung. Die Weitergabe von Daten dieser Größenordnung erfolgt zunehmend über E-Mail oder Internet. Dennoch sollte man auf ein Diskettenlaufwerk im PC nicht verzichten. Der Laufwerksbuchstabe ist einheitlich A":".

5. Externe Speicher (CD/DVD-Laufwerke)

Als externes Speichermedium sind die Disketten abgelöst worden von CD-ROMs mit einer Speicherkapazität von ca. 700 Megabyte. Um Daten auf einem CD-ROM zu speichern, benötigt man jedoch einen CD-Brenner, also ein spezielles CD-ROM-Laufwerk mit spezieller Software. Es ist z.B. unbedingt zur Datensicherung erforderlich.
Allmählich werden die CD-ROMs ergänzt oder abgelöst durch DVDs, die eine ca. zehnmal höhere Speicherkapazität haben. So können z.B. auch Videofilme digital gespeichert und abgerufen werden.
Auf den DVD-Laufwerken können sowohl DVDs als auch CD-ROMs gelesen werden.
Bei der Beschaffung eines DVD-Brenners sollte man vielleicht noch etwas warten, da es hierfür noch keinen allgemeinen Standard gibt.

Ein wichtiges Merkmal der CD-ROM und DVD-Laufwerke ist die Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Aktuelle Werte sind heute bei
- CD-ROM-Laufwerk: 40fach
- DVD-Laufwerk: 8fach (das ist schneller als CD-ROM 40-fach!)
- CD-Brenner: 24fach

6. Grafikkarte

Die Grafikkarte ist ein Hardwarebestandteil, der mit einem eigenen Prozessor die Bildschirmgestaltung aufbereitet. Hierzu gibt es einen gesonderten SATIS-Tipp 7-6.

7. Soundkarte

Heute hat jeder PC standardmäßig eine Soundkarte, sodass z.B. eine Sprachausgabe aus reiner Software bestehen kann. In der Soundkarte ist auch ein kleiner Lautsprecher integriert, jedoch erreicht man über den Anschluss preiswerter, externer ("Aktiv-") Boxen nahezu den Klang einer Stereoanlage.

8. Modem

Auch ein Modem ist fast immer standardmäßig in einem neuen PC vorhanden. Hierauf muss man achten, denn sonst kann man kein Internet und E-Mail betreiben.
Für Details hierzu gibt es einen gesonderten SATIS-Tipp 8-5 sowie am Ende von Tipp 6-1.

9. Gehäuse

Alle bislang genannten PC-Komponenten sind in einem gemeinsamen Gehäuse ("Kasten") untergebracht. Hierfür gibt es geräumigere Varianten, die auf dem Boden stehen (z.B. "Big Tower"), und kompaktere Varianten, die auf dem Tisch stehen können ("Desktop"-Modelle).
Zur Entscheidung zwischen diesen beiden Varianten gibt es einen gesonderten SATIS-Tipp 7-3.

10. Schlussbemerkung

Es gibt laufend Neuigkeiten zu Computern und PC-Zubehör, z.B. zu den einzelnen Prozessoren der AMD- und INTEL-Familie. Darüber kann man sich sehr gut in Computer-Fachzeitschriften und deren Internetseiten informieren, hervorgehoben seien exemplarisch

"C'T" ( www.heise.de/ct ).
"PC-Welt" ( www.pcwelt.de )

Wir verzichten daher auf ausführlichere Hinweise innerhalb von SATIS.

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