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(08.02.06)

Tipp-Bereich 9:  GRS: PC-Großschrift, Maus u.a. (G 66-74)
Tipp-Gruppe 73: Maus: Gestalt und Bedienung

Tipp 73-1 : Maus: Gestalt und Bedienung: Überblick

Kurz-Info

In diesem Tipp 73-1 ist zusammengestellt, welche Varianten der Maus und Maus-Bedienung es gibt und welche Vorzüge diese jeweils haben. Dabei wird auch auf die zugehörigen SATIS-Tipps verwiesen, wo dies genau beschrieben wird.

Die Gliederung des Tipps:
0. Mausfreie Bedienung des PC
1. Maus-Hardware
2. Mauszeiger (Maus-Cursor) und andere Cursor sowie ihre Darstellung
3. Gestalt und Bewegungsmodi von Mauszeigern
4. Besondere Software zur Steuerung der Maus (Logitech, Toggle-Maus, ...)
5. Besonders wichtige Sonderfunktionen der Bewegungssteuerung der maus

0. Mausfreie Bedienung des PC

Die PC-Maus ist eine bequeme Möglichkeit für Sehende, mit Hilfe des Mauszeigers Objekte auf dem Bildschirm auszuwählen und Aktionen auszulösen; für Blinde dagegen ist die Benutzung der Maus weitgehend unmöglich.
Zur Mausfreien Bedienung des PC (über Tastenkombinationen u.a.) weisen wir besonders auf folgende Tipps hin:
- SATIS-Link "Adr./Lit.", A3: "Hipeli: Windows ohne Maus"
- Literatur-Tipp: Hipeli: Internet und Mail ohne Maus (Tipp 77-4)
- Grundlagen zur Bedienung ohne Maus (Tipps 28-4, 28-2, 28-3)

1. Maus-Hardware

Für die PC-Maus gibt es eine Reihe grundsätzlich verschiedene Formen (Geräte).
a) die "normale" 2-Tasten-Maus
b) die Maus mit "Scroll-Rad" (zwischen den Maustasten),
c) Mehrtasten-Maus: Maus mit weiteren tasten, Rädern oder Druckknöpfen
d) Maus mit einer integrierten Mini-Braillezeile und Grafikdisplay
e) Maus als "Trackball"
f) Maus mit "Touch-Pad"

Erläuterungen zu diesen Varianten:

zu a) Zweitastenmaus:
Die linke Maustaste ist die "normale" Maustaste", bei der üblicherweise durch einfachen Klick ein Objekt angewählt bzw. hervorgehoben wird, durch einen Doppelklick wird die an der Mauscursor-Position befindliche PC-Aktion sofort ausgelöst, z.B. eine Datei geöffnet. Durch "Drag&Drop" (festhalten, ziehen, fallenlassen) kann man Objekte auf dem Bildschirm verschieben (vgl. Tipp 28-6).
Die rechte Maustaste eröffnet i.a. ein Menü mit den aktuellen Handlungsmöglichkeiten, das so genannte Kontext-Menü (vgl. Tipp 28-5).

zu b) Maus mit Scroll-Rad:
Mit dem Scroll-Rad kann man vor allem den Bildschirminhalt langsam nach unten oder oben verschieben, z.B. um einen Text fortlaufend zu lesen. Dieses Rad ist i.a. auch als 3. Maustaste nutzbar und frei belegbar.

zu c) Mehrtastenmaus:
Weitere Tasten oder Räder an einer Maus können i.a. über die zur Maus gehörende Software mit einer Aktion belegt werden, die der Nutzer häufig oder schnell nutzen will. Dazu gehören auch Funktionen, die unabhängig von der aktuellen Mauscursor-Position auf dem Bildschirm sind.

Die Variante d) ist eine neue Entwicklung und offenbar noch nicht auf dem Markt: Man kann mit ihr sofort die Zeichen an der Cursor-Position als Braillezeichen oder die Mauszeigerumgebung in grafischer Darstellung "sehen". Nähere Informationen unter http://www.virtouch.com.

Die Varianten e) und f) ermöglichen eine Mausbedienung ohne Unterlage und ohne Kabel, aber sie sind eher als "Notlösung" anzusehen und werden vor allem für Laptops angewandt, da beim Laptopbetrieb häufig eine Auflagefläche für eine übliche Maus fehlt.
Beim "Trackball" kann der Mauszeiger durch eine drehbare Kugel in alle Richtungen bewegt werden.
Ein "Touchpad" ist eine kleine Fläche, auf der man einen Finger oder Stift hin und her bewegen kann; entsprechend dieser Bewegung bewegt sich der Mauszeiger auf dem Bildschirm.
Auch bei Laptops wird man in der Regel eine normale Maus statt eines Trackballs oder Touchpads anschließen, wenn eine passende Fläche als Unterlage verfügbar ist.

Die verbreitetsten Hardware-Mäuse sind zusammengestellt in Tipp 73-9, dort wird auch auf einen Vergleichstest hingewiesen.

2. Mauszeiger (Maus-Cursor) und andere Cursor

Man darf den Mauszeiger (oder Maus-Cursor) nicht mit dem Schreibcursor und noch anderen Cursor des PC verwechseln:
Der "Schreibcursor" z.B. zeigt die Stelle einer Textdatei an, an der eine Eingabe von der Tastatur aus eingefügt wird; er wird meist durch einen schmalen senkrechten Strich dargestellt.
Mit dem Mauscursor kann man sich frei über den ganzen Bildschirm bewegen, um an irgendeiner Stelle eine Aktion auszulösen. Die optische Darstellung der Mauscursor ändert sich dabei automatisch, je nachdem, was für eine Art von Aktion gerade möglich ist. Es kann zum Beispiel ein Pfeil, ein Kreuz oder ein "Knochen" sein; in Windows gibt es 16 verschiedene Formen des Mauscursors (vgl. Tipp 31-8).
Beispiel: Führt man den Mauscursor über Text hinweg, so erscheint er als "Knochen"; klickt man an einer Stelle, so wird der Schreibcursor an diese Stelle nachgeführt, und der Mauscursor verschwindet bis zur nächsten Aktion mit der Maus.

Andere Programme wie Großschrift-Software und Screen Reader, haben i.a. auch eigene Cursor, d.h. es wird die stelle markiert, ab der vorgelesen oder vergrößert wird usw. Bei Benutzung mehrerer Programme ist es wichtig, dass die Cursor miteinander kooperieren, d.h. sie sollten sich i.a. immer an der selben Stelle des Geschehens befinden; dies wird durch die Software automatisch geregelt oder z.B. durch besondere Tastenkombinationen erreicht.

3. Gestalt und Bewegungsmodi von Mauszeigern

Für die Darstellung der 14 Mauszeigerformen von Windows gibt es weitere Möglichkeiten, die Größe, den Farbkontrast zum Untergrund, die Geschwindigkeit der Mausbewegung u.a. im Betriebssystem Windows zu verändern.
Diese Möglichkeiten sind in Tipp 73-2 zusammengestellt.

In Windows XP besteht die Möglichkeit, den Mauszeiger optisch mit Ringen oder einem Schweif hervorzuheben, siehe Tipp 26-5.

Darüber hinaus kann man mit Hilfe von speziellen Grafik-Programmen (z.B. "Microangelo", Tipp 32-4) ganz andere Mauscursorformen herstellen und in Windows einfügen (vgl. Tipp 31-9). Auch das Übernehmen ganzer Sets von Maus-Cursor über die so genannten "Desktop-Motive" auf andere PCs ist möglich (vgl. Tipp-Gruppe 32, besonders den Tipp 32-6).

4. Besondere Software zur Steuerung der Maus (Logitech, Toggle-Maus, ...)

Es gibt von verschiedenen Firmen Software-Angebote zur Steuerung der Maus.

Eine solche frei erhältliche Standard-Maustreiber Software ist die "Logitech Mouse-Ware 9.42". Sie wird in Tipp 73-4 beschrieben.
Der von Logitech bereitgestellte Maustreiber ist für alle Mäuse geeignet und enthält nützliche Optionen zur Konfiguration der Maustasten.

Eine weitere Maussoftware ist die "Toggle Mouse 4.5", die eine große Anzahl an Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten für Computer-Mäuse bietet. Das Programm eignet sich besonders für Besitzer älterer Mäuse, da das Tool Funktionen wie das Scroll-Rad durch Kombination von Mausklick und Tastatur simulieren kann.
Die Toggle-Maus wird beschrieben in Tipp 73-6.

5. Besonders wichtige Sonderfunktionen der Bewegungssteuerung der Maus

Auf wenige wichtige besondere Einstellungsmöglichkeiten für die Mausbewegung wird schon hier im Überblick hingewiesen:

a) Zentralsprung des Mauszeigers (Tipp 74-1)
b) Sprung auf die Standardschaltfläche (Tipp 74-2)
c) Vergrößerung der Umgebung des Mauszeigers (Mauslupe) (Tipp 74-3)

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