Satis Tipps

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(22.01.03)


Tipp-Bereich 11: Sonstiges (G 85-99)
Tipp-Gruppe 94: Audio-Formate, CD-Player, Sound (1)

Tipp 94-1 : Info über Audio-Formate, WAV/MP3 und Konvertierung

Kurz-Info

In diesem Tipp werden die gängigen "Audio-Formate" wie WAV, MP3 usw. beschrieben und verglichen. Diese Informationen werden in den späteren Tipps zur Verarbeitung und Speicherung von Audio-Dateien vorausgesetzt.

Hier vorab die Gliederung des Textes:
1. Allgemeines zur Tonspeicherung mit dem PC
2. Komprimierung (MP3-Format)
3. Andere Audio-Formate digitaler Tonspeicherung und Konvertierung

1. Allgemeines zur Tonspeicherung mit dem PC

Gegenüber den altbekannten Tonkonserven wie Schallplatten und Tonbändern gibt es beim PC mindestens 2 grundsätzliche Unterschiede:

a) Die Speicherung erfolgt auf dem PC "digital" und nicht "analog", d.h. die kleinsten Speicher-Einheiten sind die beim PC bekannten "Bits", während sich auf den alten Speichermedien Lautstärke und Tonhöhe usw. völlig kontinuierlich ändern konnten.
Der Klang ist für unsere Ohren derselbe, aber die digitale Speicherung lässt im Lauf längerer Zeit nicht in der Qualität nach.

b) Einzelne Abschnitte der Tonaufnahme können bei den heute üblichen digitalen Speicherungsarten direkt (verzögerungsfrei) aufgerufen und gestartet werden, indem Marken gesetzt oder Namen für die Abschnitte vergeben werden. Dieser Unterschied ist uns auch von analogen und digitalen Diktiergeräten her bekannt.

2. Komprimierung (das MP3-Format)

Über diesen Fortschritt hinaus hat man bei der digitalen Tonspeicherung Tricks gefunden, ähnlich wie das "Komprimieren" von Text- und Grafikdateien (mit WINZIP usw., vgl. Tipp 29-1) nahezu dieselbe Toninformation auf wesentlich weniger Platz unterzubringen.
Die bekannteste Komprimierung von Tonaufnahmen ist das MP3-Format; dieses Format konnte früher nur über Computer wieder entschlüsselt und "richtig" abgespielt werden, heute gibt es aber auch schon normale CD-Spieler, mit denen Sprache und Musik im MP3-Format abgespielt werden kann.
Eine Anmerkung: Ähnlich wie bei Text- und Grafik-Dateien gibt es nicht nur verschiedene Komprimierungsverfahren, sondern auch Komprimierungsstufen; bei zu starker Tonkomprimierung leidet die Klangqualität, besonders bei Musik. Um die passende Einstellung des MP3-Formats muss sich der Benutzer aber i. a. nicht kümmern.

3. Andere Audio-Formate digitaler Tonspeicherung und Konvertierung

Beim Überspielen von Tonkassetten oder Schallplatten auf einen PC müssen die Analogaufnahmen mit einem A/D-Wandler zunächst in eine digitale Form gebracht werden. Das dabei entstehende digitale Format ist das "WAV"-Format. Auch auf Audio-CDs sind die akustischen Informationen in digitaler Form im "WAV"-Format gespeichert.
Es gibt zahlreiche weitere digitale Formate, auf die wir hier nicht näher eingehen, wie z.B. das MIDI-Format. Einiges dazu steht im Tipp 95-5.

Das "WAV"-Format kann in das etwa zehnmal platzsparendere "MP3"-Format konvertiert werden (vgl. Tipp 94-4). Auf eine CD passen dann statt einer Stunde etwa zehn Stunden Musik, die dann natürlich nur mit einem passenden Gerät abgespielt werden kann.

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